Live-Call Joel Salatin

Wir führten am 2. Mai einen exklusiven Video-Call mit Joel Salatin durch, da wir die für den 8./9. Mai geplanten Tagungen auf 30./31. Oktober verschieben mussten.

Joel gab uns in sehr unterhaltsamer Weise einen vertieften Einblick in seine Erfolgsprinzipien und seine sehr spannende Sicht der aktuellen Corona-Krise.

Sie können dies hier nachhören:

Video-Call Joel Salatin 2. Mai 2020

Beitrag auf „Farmticker“

Dank für das Interview mit Valérie Sauter von Juckerfarm. Ein Einblick in die regenerative Landwirtschaft und ein paar Gedanken zur weiteren Entwicklung.

WAS IST REGENERATIVE LANDWIRTSCHAFT?

Vor etwa zwei Wochen habe ich Daniel Bärtschi zur Aufnahme einer neuen FarmTalk-Folge «getroffen». Corona bedingt «nur» online, via Skype. Daniel Bärtschi ist Präsident des Verbands «Agricultura Regeneratio», der sich für eine «regenerative» Landwirtschaft einsetzt.

DOCH WAS HEISST DAS ÜBERHAUPT, «REGENERATIVE LANDWIRTSCHAFT»?

«Regenerativ», das heisst erst mal soviel wie «(daraus) wieder entstehend bzw. wiederherstellend». Und das ist ganz simpel gesagt das Hauptprinzip der regenerativen Landwirtschaft. Das Ziel ist es so zu wirtschaften, dass geschlossene Kreisläufe und dadurch ein längerfristig nachhaltiges Produktionssystem entstehen.

Dies erreicht man zum Beispiel, in dem man dafür sorgt, dass der Boden möglichst nicht gestört wird. Also möglichst wenige oder keine Pestizide und Kunstdünger, weniger oder gar nicht pflügen und schauen, dass immer irgendeine Bepflanzung auf dem Boden ist. Das führt längerfristig dazu, dass der Humusgehalt gesteigert wird und der Boden somit fruchtbarer ist. Und ganz nebenbei kann er so auch mehr CO2 speichern. Der Boden soll möglichst optimal arbeiten können.

Anders als bei der Permakultur fokussiere man sich nicht primär auf permanente Kulturen, sondern der Fokus liegt auf einer dauerhaften Bepflanzung, aber mit wechselnden Kulturen – oder wie auch immer das sonst aussehen kann. Denn die regenerative Landwirtschaft macht keine festen Vorschriften.

Daniel Bärtschi erklärt: «Jeder Bauer entscheidet selber, wie er wirtschaften will. Es geht darum, eine integrierte Lösung zu finden. Also zu schauen: Was möchte ich anbauen, wie kann und möchte ich mit meinen Böden umgehen und wie möchte ich meine Produkte verkaufen. Das alles spielt in die Art der Produktion mit rein. Aber wie das aussieht, das kann von Bauer zu Bauer sehr unterschiedlich sein».

AUS AMERIKA

Die Idee der regenerativen Landwirtschaft kommt aus Übersee. Ein bekannter Vertreter ist der charismatische Farmer und Autor Joel Salatin, der rund um das Thema bereits einige Bücher verfasst hat.

In den USA und Australien erlebt die regenerative Landwirtschaft seit einigen Jahren einen richtiggehenden Boom und Hunderte von Bauern pilgern jedes Jahr auf Salatins Farm, um von ihm zu lernen. Auch grosse Betriebe produzieren nach diesen Prinzipien.

Die Idee ist schon bestechend: Eine freie, unreglementierte Landwirtschaft, die aber trotzdem naturgemäss produziert. Das wäre im Prinzip etwas, was jedem Bauern am Herzen läge. Denn im Kern sind die meisten Bauern sehr naturverbundene Menschen.

Im Podcast gehen wir auf genauer auf Fragen ein wie: «Was kann regenerative Landwirtschaft, was Bio nicht kann oder konnte?» oder «Kann man mit regenerativer Landwirtschaft die Welt ernähren?». Und es wird klar, dass regenerative Landwirtschaft auch ein angepasstes Konsumverhalten bedingt, um erfolgreich zu sein. Nämlich lokaler, saisonaler und gesünder.

Hier der Link zum Beitrag.

Webinare – Lernen online

Erhalten Sie einen vertieften Einlick in die folgenden Themen:

  • wie geht Humusaufbau?
  • wie kann ich das Bodenleben fördern?
  • Was bedeutet holistisches Weidemanagement?
  • wie geht Tierhaltung im regenerativen System?
  • was ist Permakultur?
  • wie kann ich auf meinem Betrieb regenerative Methoden umsetzen?
  • was bringt dieser Ansatz für den Klimaschutz?
  • was gibt es für Ausbildungsmöglichkeiten?
  • Pflanzenkohle, Komposttee, Mikroorganismen: Einsatz und Wirkung
  • Praxisbeispiele

Ab 8. Mai, 20 Uhr, können Sie teilnehmen. Einmal pro Monat informieren wir zu Grundlagen, teilen Erfahrungen und präsentieren praktische Beispiele.

Die Pilotausgabe fand am 3. April statt, hier ist der Link zur Präsentation

Für die Serie von 12 Webinaren ab Mai beträgt die Investition:

  • kostenlos für Vereinsmitglieder
  • CHF 49.- für Nichtmitglieder

Die Webinare finden jeweils am zweiten Freitag des Monats um 20 Uhr statt. Die Termine werden rechtzeitig bekanntgegeben. Es besteht jeweils auch die Möglichkeit, Fragen zu stellen, die dann live beantwortet werden.

Vereinsgründung 21.11.2020

Freude herrscht! Am 21. November 2020 ist in Aarau der Dachverband der regenerativen Land- und Ernährungswirtschaft, AGRICULTURA REGENERATIO, gegründet worden. Eine Gruppe von engagierten Macher*innen hat sich zusammengetan, um damit die drängenden Herausforderungen wie z.B. Klimaerwärmung, Verlust der Biodiversität und Wasserverschmutzung aktiv anzugehen und mehr als nachhaltige Lösungen zu finden. Im Vorstand sind Vertreter aus der Zivilgesellschaft und von Organisationen. Wir sind das Dach für Agroforstwirtschaft, Permakultur, holistisches Weidemanagement, Bildungsinstitutionen, Berater, Verarbeiter, Händler und Konsument*innen, die sich für die regenerative Land- und Ernährungswirtschaft einsetzen.

TeilnehmerInnen der Gründungsversammlung vom 21. November 2019

Hier gehts zur Medienmitteilung

Hier finden Sie den Bericht der Bauernzeitung

Wir essen unsere Erde gesund!

Willst Du heute etwas neues entdecken? Interessierst Du dich für gesundes Essen, das gut für alle ist? Interessierst Du dich für neue Trends im Foodbereich? Dann lies weiter.

In einer aktuellen Umfrage von Whole Foods Market sind die 10 wichtigsten Trends im Food-Bereich eruiert worden. Neben westafrikanischer Küche, Soja-Ersatzprodukten und neuen Kindermenüs erscheint an zweiter Stelle die regenerative Landwirtschaft! Klar, die USA ticken anders, und in Europa machen wir ja nicht alle Trends mit. Es ist doch aber erstaunlich, dass die Bewegung der regenerativen Landwirtschaft derart Aufwind erhält.

Warum? Weil die Bilanz durchgehend positiv ist!

– mehr Humus und dadurch mehr Kohlenstoff im Boden

– mehr Diversität im Bodenleben

– gesündere Pflanzen, die robuster sind

Tiere, die auf der Weide leben dürfen

Bauernfamilien, die mehr Freude haben und gut wirtschaften können

gesünderes Essen direkt vom Bauern und ohne Zusätze

Zudem ist so ein Konsum möglich, der das Klima schont. Wenn das System gut austariert ist, dann hat so produziertes Essen eine positive Wirkung für unser Klima. Anders gesagt: Kühe schützen unser Klima! Eine etwas verrückt klingende Vision, aber tatsächlich machbar.

Was kann jeder einzelne tun? Bewusst einkaufen und essen!

Essen wir unsere Erde gesund mit regenerativer Landwirtschaft!

Mitglied werden:

Mitgliederbeiträge pro Jahr:

  • Privatpersonen
    • Studierende/unter 25 Jahre CHF 20
    • Über 25 Jahre CHF 90
  • Landwirtschaftsbetriebe
    • CHF 150
  • NPO (Verein, Stiftung, IG)
    • unter CHF 1 Mio. Einnahmen pro Jahr CHF 200
    • über CHF 1 Mio. bis CHF 5 Mio. Einnahmen pro Jahr CHF 500
    • über CHF 5 Mio. Einnahmen pro Jahr CHF 1‘200
    • über CHF 10 MIo. Einnahmen pro Jahr CHF 2‘000
  • Firmen (AG/GmbH/KG), im Handelsregister eingetragen
    • Umsatz bis CHF 1 Mio. CHF 300
    • Umsatz 1-5 Mio. CHF 1‘000
    • Umsatz 5-10 Mio. CHF 2‘000
    • Umsatz 10-50 Mio. CHF 5‘000
    • Umsatz 50-500 Mio. CHF 10‘000
    • Umsatz 500 Mio-2 Mia. CHF 30‘000
    • Umsatz über 2 Mia. CHF 50‘000